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Teilnahme am European Congress of Psychology Istanbul
20.07.2011
European Congress of Psychology Istanbul
Vom 5. 7. bis 8.7.2011 fand in Istanbul der 12. European Congress of Psychology statt, auf welchem Wissenschaftler aus aller Welt zusammen kamen, um aktuelle Erkenntnisse psychologischer Fragestellungen zu diskutieren. Wichtige Bereiche psychologischer Forschung tangieren das Arbeitsfeld der öffentlichen Sicherheit: Political Psychology, Perception & Coping, Disaster Psychology, Emergency Psychology.
Das Forschungsforum Öffentliche Sicherheit hat durch Dr. Lars Gerhold einen Vortrag zum Thema „The resilient society? Future security threats and coping strategies“ in der Session “Political Psychology - Political socialization” gehalten. Im Zentrum des Vortrages standen individuelle und gesellschaftliche Anforderungen im Kontext politisch diskutierter Risiken und Gefahrenlagen. Auf Basis psychologischer Theorien zur Risikowahrnehmung und Stressregulation wurde diskutiert, wie Unsicherheitsregulation beim Individuum vorstellbar ist und welche Handlungsmöglichkeiten im Sinne einer resilienten Gesellschaft überhaupt bestehen. Die Fachkollegen der Session ergänzten die Forschungsperspektive, indem sie diskutierten, welche Rolle politisches Vertrauen in Abhängigkeit verschiedener politischer Systeme spielt (Kerry J Kennedy, China) und welche objektiv bestimmbaren Kriterien zur Opferwerdung bei Terroranschlägen beitragen (Angela Scholes & Margret Wilson, Großbritannien).
Unter dem Schwerpunkt Disaster Psychology wurde im weiteren Verlauf des Kongresses besonders auf zwei wesentliche Copingressourcen zur individuellen Bewältigung von Katastrophen und Krisen hingewiesen: Der soziale Kontext (Familie, Freunde) und die Bereitstellung zielgruppenorientierter Informationen durch die öffentliche Hand. Besonders hinsichtlich der Handlungsfähigkeit öffentlicher Institutionen wurde seitens vieler Forscher Handlungsbedarf gesehen.
http://www.ecp2011.org/
