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Bildung als Schlüssel für einen verbesserten Bevölkerungsschutz

Das Jahr 2021 war ein Jahr der Krisen. Nicht nur die weiter anhaltende pandemische Lage, auch Katastrophen wie das Hochwasserereignis in Rheinland-Pfalz und NRW erforderten einen agilen und flexiblen Bevölkerungsschutz. Das außergewöhnliche Ausmaß der Katastrophen offenbarte aber Mängel und Bedarfe, die es im Sinne der Handlungsfähigkeit zu adressieren gilt. Ein zentraler Ansatzpunkt ist dabei die effektive und nachhaltige Ausbildung von Führungskräften und von Verantwortlichen im staatlichen Krisenmanagement.

News vom 18.02.2022

In ihrem Beitrag „Was folgt aus Krisen und Katastrophen?“, erschienen in der neuesten Ausgabe des Magazins Bevölkerungsschutz mit Schwerpunkt Pandemie und Hochwasserkatastrophe, widmen sich Prof. Lars Gerhold et al. der Frage, wie Bildung im Bevölkerungsschutz im Lichte aktueller Katastrophen modernisiert werden kann. Die Autor:innen identifizieren Handlungsfelder für eine Neukonzeption der Bildung im Bevölkerungsschutz. Unter Akteur:innen gilt es zunächst ein gemeinsames Verständnis dessen zu schaffen, was genau Bildung hier bedeutet und kollektive Ausbildungsziele zu formulieren sowie Austausch zu fördern. Damit einher geht auch die Schaffung einer zugänglichen Bildungslandschaft, innerhalb derer ein fruchtbarer Austausch möglichst barrierefrei stattfinden kann, zwischen Bildungseinrichtungen, Schulleiter:innen und Lehrpersonen. Weniger struktureller Natur und weitaus näher an der Lehre sind das Handlungsfeld Lernräume, im Rahmen dessen Räume geschaffen werden sollen, die kompetenzorientiertes Lernen fördern, und das Handlungsfeld Lehren und Lernen, innerhalb dessen pädagogische Kompetenzen weiterentwickelt werden sollen, sodass auf die vielseitigen Lernbedürfnisse innerhalb des Bevölkerungsschutzes flexibel reagiert werden kann.

Die großen Krisen und Katastrophen der jüngsten Vergangenheit haben gezeigt, dass Entscheider:innen des Bevölkerungsschutzes in der Lage sein müssen, schnell, flexibel und informiert Entscheidungen zu treffen. Solche Kompetenzen müssen im Rahmen von Aus- und Weiterbildungen vermittelt werden. Um das zu leisten, gilt es, die Bildung im Bevölkerungsschutz pädagogisch und strukturell neu auszurichten

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