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EASST-Konferenz in Krakau: Resiliente Zukünfte statt reiner Krisenreaktion

Klimawandel, Kriege, Pandemien – die Krisen der Gegenwart führen häufig dazu, dass reagiert statt gestaltet wird. Unter dem Motto "More than now. Exploring resilient futures" kamen vom 8. bis 11. September 2026 Forschende zur Konferenz der European Association for the Study of Science and Technology (EASST) in Krakau zusammen, um gerade wegen dieser Krisen nach vorn zu blicken.

News vom 21.09.2026

Wie ein solcher Blickwechsel im Krisenmanagement aussehen kann, zeigte ein Panel zur vorausschauenden Krisenfrüherkennung. Hilfe setzt bislang häufig erst in der Krise ein; digitale Technologien sollen Notlagen erkennen, bevor sie eintreten, damit beispielsweise Hilfsorganisationen rechtzeitig vor Ort sind. Offen bleibt dabei, welches Wissen über die Zukunft entsteht und wer es prägt.

Hier knüpfte der Beitrag von Dr. Delia Mangelkramer aus dem Projekt STRATOS an. Im Mittelpunkt stand das digitale Lagebild, das im Krisenfall alle wichtigen Informationen bündeln und so ein gemeinsames Verständnis der Situation schaffen soll. Wie ein solches System künftig ausgestaltet sein soll, ist allerdings umstritten. Gemeinsam mit dem Projekt BeLIFE und dem Weizenbaum-Institut wurden deshalb Beteiligte mit unterschiedlichen Vorstellungen an einen Tisch gebracht und eine gemeinsame Vision für das Lagebild im Jahr 2040 entworfen.

Einen weiteren Schwerpunkt der Konferenztage bildete die wissenschaftliche Politikberatung in Krisen. Vergangene Krisen haben gezeigt, wie stark einzelne Fachperspektiven dominieren können; im Fokus stand daher die Frage, wie Beratungsgremien unterschiedliches Wissen zusammenführen.

Um das Überwinden von Grenzen ging es auch in der Diskussionsrunde "Out of Silos". Ausgelotet wurde, was entstehen kann, wenn Disziplinen, Fachleute und Bürger:innen enger zusammenrücken – und welche Rolle "ehrliche" Partizipation dabei spielt.

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