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AG Interdisziplinäre Sicherheitsforschung

Sicherheit als Forschungsfeld kann aufgrund seiner Komplexität nicht allein aus einer einzelnen disziplinären Perspektive heraus betrachtet werden. Daher bezieht Sicherheitsforschung heute in der Regel sowohl Forscher verschiedener Disziplinen, als auch Endanwender und Unternehmen mit ein. Interdisziplinäre Sicherheits­­forschung bedeutet damit, die eigenen fachlichen Grenzen in der Bearbeitung sicherheits­relevanter Problemstellungen in konkreten Forschungsprojekten zu überwinden, indem unterschiedliche Theorien und methodische Heran­gehensweisen verschiedener Fächer und Disziplinen auf fruchtbare Weise miteinander vernetzt werden.

Im Rahmen der Arbeitsgruppe wird Interdisziplinäre Sicherheitsforschung verstanden als die wissenschaftliche Befassung mit zukünftigen systemischen Risiken, Gefahren und Bedrohungen, welche unterschiedliche fachliche Perspektiven integriert und zur gemeinsamen Problemlösung komplementär zusammenführt.

In der Arbeitsgruppe werden verschiedene sozialwissenschaftliche Konzepte wie z.B. kulturell-soziologische Risiko- und Sicherheitstheorien und psychologisch-kognitive Wahrnehmungs- und Bewältigungs­theorien mit technikwissenschaftlichen und zukunftsforscherischen Perspektiven zusammengeführt. Auf diese Weise wird die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Themenfeld Sicherheit in einen gesellschaftlichen Kontext eingebettet und in Hinblick auf zukünftige Herausforderungen, wie sie sich etwa durch die Entwicklung neuer Sicherheitstechnologien ergeben, reflektiert.

Die Forschungsarbeit der Arbeitsgruppe wird unter dem Dach des Forschungsforum Öffentliche Sicherheit zusammengeführt. Das Forschungsforum wurde 2009 durch eine Initiative im Deutschen Bundestag ins Leben gerufen und wird nach bereits 5-jähriger Laufzeit im Rahmen der AG Interdisziplinäre Sicherheitsforschung weiter geführt.

Die Arbeitsgruppe zielt mit dem Forschungsforum Öffentliche Sicherheit darauf ab, zu einem zentralen Knotenpunkt im Forschungsgebiet der zivilen Sicherheitsforschung zu werden und damit die Region Berlin/Brandenburg als Standort für Sicherheitsforschung zu stärken.

Profillinien

Netzwerke für Sicherheitsforschung

Vernetzung der Forschungsaktivitäten von Akteuren aus der Freien Universität Berlin und dem Raum Berlin/Brandenburg mit Wirtschaft, Endanwendern und politischen Entscheidern.

Problemorientierte Verbundforschung

Forschung zu aktuellen und zukünftigen Herausforderungen der zivilen Sicherheit, Stärkung der Zukunftsorientierung in der Sicherheitsforschung (Security Foresight).

Fächerübergreifender Wissenstransfer

Aktuelle Forschungsergebnisse der Sicherheitsforschung werden in Lehre, Praxis und Politik transferiert