Technik und Resilienz: Beiträge beim DGPs-Kongress und im Heinz Nixdorf MuseumsForum
15.09.2026
Beim 54. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs) e.V. in Luxemburg war die AG Psychologie soziotechnischer Systeme der Technischen Universität Braunschweig mit Prof. Dr. Lars Gerhold, wissenschaftlicher Leiter des Forschungsforums Öffentliche Sicherheit, vertreten.
Die ehemalige Präsidentin der DGPs verortete die Psychologie in einem Epochenbruch, der unter anderem durch Klimakrise, Pandemien, Krieg und geopolitische Bedrohungen, die digitale Transformation sowie Fragen von Demokratie und sozialem Zusammenhalt bestimmt wird. Diese Makrothemen prägten zahlreiche Sessions des Kongresses. Deutlich wurde dabei, dass der Wirkung psychologischer Forschung wachsende Bedeutung zukommt: Wem nutzt ein Studienergebnis, und wie lassen sich Erkenntnisse in der Praxis implementieren?
Einen Schritt in diese Richtung stellen die Policy Ultra Briefs der DGPs dar. In Kürze erscheint die Reihe zum Thema Frühwarnsysteme, zu der Dr. Anna Heidenreich und Dr. Thomas Kox vom Weizenbaum-Institut beigetragen haben.
Im Heinz Nixdorf MuseumsForum in Paderborn sprach Lars Gerhold anschließend vor knapp 200 Zuhörenden zum Thema "Technik und Resilienz". Anhand von Warn- und Helferapps des Fraunhofer-Instituts für Offene Kommunikationssysteme (FOKUS) sowie der Augmented-Reality-Anwendung Troubled Water von Leonie Terfurth und Miriam Garaali wurde gezeigt, welche technischen Möglichkeiten zur Förderung von Resilienz zur Verfügung stehen.
"Wir sind verwundbar, aber nicht hilflos" – unter diesem Titel griff der Regionalteil der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung das Thema auf. Der Beitrag unterstreicht, dass es neben einem Verständnis für Risiken vor allem konkreter Handlungsmöglichkeiten bedarf, um Vorsorgehandeln zu fördern. Ein in einer Bürgerversammlung gegebener Rat lautete: "Lernen Sie Ihre Nachbarn kennen."

