Gesamtgesellschaftliche Verantwortung: Podiumsdiskussion zum Bevölkerungsschutz in der Hessischen Landesvertretung
25.09.2026
Die Teilnehmenden der Veranstaltung
Die Gesprächsrunde zum Bevölkerungsschutz in der Hessischen Landesvertretung
Am Donnerstag, den 24.9.2026, fand in der hessischen Landesvertretung auf Einladung des hessischen Ministeriums des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz die Veranstaltung "Bevölkerungsschutz – Eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung" statt.
Nach den Impulsen von Prof. Dr. Roman Poseck, Hessischer Staatsminister des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz, und Kai Sauer, Botschafter der Republik Finnland in Berlin, diskutierten mit diesen Thomas Silberhorn MdB, Mitglied des Innenausschusses, Deutscher Bundestag, Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg, Vizepräsidentin des Deutschen Roten Kreuzes a. D., Präsidentin des DRK-Kreisverbands Fulda, Norbert Fischer, Präsident des Landesfeuerwehrverbands (LFV) in Hessen, und Prof. Dr. Lars Gerhold, TU Braunschweig, Lehrstuhl Psychologie soziotechnischer Systeme, Wissenschaftlicher Leiter Forschungsforum Öffentliche Sicherheit. Gunnar Töpfer vom Hessischen Rundfunk moderierte die Runde und warf Fragen zur besseren Vorbereitung der Bevölkerung und zu den wichtigsten Maßnahmen auf, um die Fähigkeiten im Zivil- und Katastrophenschutz zu stärken.
Nach den Einführungen von Innenminister Poseck und dem sehr eindrücklichen Input aus finnischer Sicht wurden Defizite, aber auch die wertvollen Ressourcen aus deutscher Sicht diskutiert. Während es zunächst um strukturelle Fragen (Fahrzeuge, Geld, Befugnisse) ging, wurde auch die Bedeutung der Menschen in unserem Land deutlich: Eigenvorsorge war eines der Stichworte. Prof. Dr. Lars Gerhold hat versucht, deutlich zu machen, dass es um mehr geht, als die Menschen zu einer Vorratshaltung zu bewegen, damit sie erst gar nicht um Hilfe von außen bitten müssen. Es muss vielmehr darum gehen, das hohe Maß an Bereitschaft zu prosozialer Hilfe zu nutzen und in die bestehenden Strukturen des Bevölkerungsschutzes einzubinden. Dazu gehört mehr als eine Warn-App. Angebote wie Kat-Retter und HessenWarn, die nutzergruppenorientierte Angebote bereitstellen und gleichzeitig die Möglichkeit zur aktiven Mitgestaltung und gegenseitigen Unterstützung fördern, müssen ausgebaut werden.
Ein gelungener Abend mit zahlreichen spannenden Gesprächen im Anschluss an die Gesprächsrunde.
Vielen Dank an das hessische Ministerium des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz und die hessische Landesvertretung für die freundliche Einladung.


