Vorausschau für die Resilienz: Sicherheitsforschung auf der 17. ESA-Konferenz in Warschau
31.08.2026
Zukunftsfähige Demokratien und demokratische Resilienz als kollektive Aufgabe: Eine ebenso wichtige wie herausfordernde Frage, die uns nicht nur akut, sondern langfristig und vorausschauend beschäftigen muss – sowohl wissenschaftlich als auch gesellschaftlich. Die 17. Tagung der European Sociological Association (ESA) lud eben dazu ein, unter dem Titel "Strengthening Democracies: Social Action, Solidarity, and Sustainable Futures".
Vom 25. bis 28. August 2026 diskutierten in Warschau Tausende Sozialwissenschaftler:innen darüber, wie Teilhabe, Partizipation diverser Akteur:innen und das aktive und solidarische Engagement für das Gemeinwohl effektiv wirken können, indem sie die Konflikte und Polarisierungen krisenbehafteter Zeiten mildern und nachhaltig soziale Gerechtigkeit fördern.
Konkrete Praxisbeispiele aus der inter- und transdisziplinären Sicherheitsforschung brachten Dr. Delia Mangelkramer (Projekt STRATOS) und Dr. Naomi Shulman (Projekt BeLIFE) ein, stellvertretend für die Abt. Psychologie soziotechnischer Systeme (TUBS) und das Forschungsforum Öffentliche Sicherheit.
Dr. Mangelkramer präsentierte Ansätze und Ziele, um Strategische Vorausschau im Bevölkerungsschutz zu verankern und ihn so zukunftsfähig aufzustellen. Im Mittelpunkt stand, wie Behörden für Krisenbewältigung und Vorsorge handlungsfähig bleiben, wenn Ausnahmezustände zur Regel werden.
Dr. Shulman stellte die Methoden und Ziele des Wissenstransfers im Zukunftslabor Sicherheit vor: Wenn Szenarien als Instrumente des vorausschauenden Denkens, als Grundlage des strategischen Planens, und als Kommunikationsmittel verwendet werden, tragen sie zu einem proaktiven und antizipierenden Krisenmanagement bei. Ein solches Krisenmanagement bleibt nicht in den Sorgen um abstrakte Risiken verhaftet bleibt, sondern zeigt strategische Handlungs- und Gestaltungsmöglichkeiten für Politik und Gesellschaft auf.
