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Future Security Lab

Future Security Lab – Zukunftslabor Sicherheit

Wie sieht die Zukunft der Sicherheit aus? Was bedeutet Sicherheit in einer zunehmend vernetzten Welt? Auf welche unvorhersehbaren Ereignisse müssen wir uns vorbereiten – und was hält unsere Gesellschaft im Krisenfall zusammen?  Mithilfe anschaulicher Szenarien und immersiver Technologien können sich Besucher:innen des Zukunftslabors Sicherheit mit Aspekten und Herausforderungen ziviler Sicherheit vertraut machen.  

Gezeigt werden Projekte aus der zivilen Sicherheitsforschung, die in themenspezifische Szenarien eingebettet werden. Eine Übersicht über die implementierten Projekte und die Szenarien finden Sie hier. Auch Workshops und Gesprächsrunden für Fachgruppen werden angeboten. Über anstehende Termine informieren wir Sie hier.

Das Zukunftslabor Sicherheit baut auf der Arbeit des Forschungsforums Öffentliche Sicherheit auf, das seit 2009 im Bereich Sicherheitsforschung an der Freien Universität Berlin tätig ist. Der Dialograum wird vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert und richtet sich an Entscheider:innen aus dem Bereich Katastrophen- und Bevölkerungsschutz sowie Akteur:innen aus der Politik.

Was erwartet Sie im Zukunftslabor Sicherheit?

Interdisziplinäre Sicherheitsforschung ist innovativ, kreativ und zukunftsweisend – die Zusammenführung unterschiedlicher Akteur:innen und Ansätze birgt Herausforderungen, denen sich das Zukunftslabor Sicherheit stellt. Es liefert einen Überblick über aktuelle Forschungsergebnisse und einen Einblick in die Diskurse der Sicherheitsforschung in Deutschland. Die Ergebnisse werden dabei anhand von  Einzelprojekten, eingebettet in zusammenhängende Szenarien präsentiert:

Im Szenario „Blackout“ erleben Sie die Auswirkungen eines langanhaltenden, großflächigen Stromausfalls als multiple Krise. Dabei wird anschaulich dargestellt, wie sich die Lage über verschiedene Zeitphasen hinweg – von den ersten Stunden der Unsicherheit bis hin zum strukturellen Kollaps nach mehreren Wochen – drastisch zuspitzt.  Die zentrale Herausforderung besteht hier in der Bewältigung von Kaskadeneffekten. Gezeigt werden Lösungen zur Stabilisierung: Das Projekt KriKom demonstriert resiliente Kommunikationssysteme für den Katastrophenschutz, wenn herkömmliche Netze ausfallen. LifeGRID stellt Konzepte zur Notversorgung von pflegebedürftigen Menschen vor. Weitere Projekte wie NOWATER (Notwasserversorgung in Krankenhäusern) und TankNotStrom (Logistik für Notstromaggregate) verdeutlichen, wie die Versorgung in Kritischen Infrastrukturen aufrechterhalten werden kann.

Das Szenario „Klimawandel“ ist der Chronologie einer Krise entsprechend aufgebaut und führt durch den Katastrophenkreislauf – von der langfristigen Vorsorge und Vorbereitung bis hin zur akuten Bewältigung und Nachsorge. Die zentrale Herausforderung liegt darin, Wetterextreme wie Dürre, Hochwasser oder Stürme nicht nur punktuell, sondern ganzheitlich zu managen. Gezeigt werden Lösungen für jede Phase: In der Prävention visualisieren der Dürreatlas und der Sea Level Rise Viewer drohende Gefahren. Zur Vorbereitung unterstützen Systeme wie WebKonRad und FeWIS den Katastrophenschutz mit präzisen Daten. Für die akute Bewältigung werden Tools wie der UV-Bodyguard und die KUBAS Helferapp vorgestellt.

Im Bereich „Dynamische und multiple Krisen“ steht das Lagebild im Mittelpunkt. Das Szenario verdeutlicht, dass Krisen heute selten isoliert auftreten, sondern als multiple Krisen miteinander verwoben sind und sich gegenseitig verstärken können. Um in dieser Komplexität handlungsfähig zu bleiben, sind verlässliche Lagebilder entscheidend. Gezeigt werden Tools, die diese Faktoren messbar machen: Bspw. visualisiert das Projekt PsychoKat über interaktive Dashboards, wie die Bevölkerung Krisen erlebt, welches Schutzverhalten sie zeigt und wo Ressourcen wie Resilienz gestärkt werden müssen.

Hier finden Sie detaillierte Beschreibungen der Projekte, die im Zukunftslabor Sicherheit präsentiert werden: Projektumrisse

Schnittstelle zwischen Forschung und Politik

In unmittelbarer Nähe des Deutschen Bundestages, im Gebäude des Einstein Center Digital Future (ECDF), bietet das Zukunftslabor Sicherheit einen Dialograum für Entscheider:innen und Expert:innen aus der zivilen Sicherheitsforschung, dem Katastrophenschutz und der Politik.

Das Forschungsforum Öffentliche Sicherheit arbeitet bereits seit 2009 an dieser Schnittstelle von Politik und ziviler Sicherheitsforschung, um aktuelle Forschungsergebnisse in die politische Diskussion einzubringen und tagesaktuelle Themen aus der Politik in die Wissenschaft zu transportieren. Der Steuerungskreis des Forschungsforums Öffentliche Sicherheit fungiert hier als direkte Verbindung in den Deutschen Bundestag.

Im ECDF forschen Professor:innen zu unterschiedlichen Ausprägungen der Digitalisierung – mit ihnen gemeinsam bearbeitet das Zukunftslabor Sicherheit die Schnittstelle zivile Sicherheit.

Leiterin des Zukunftslabors Sicherheit ist Ann-Kathrin Lindner, sie ist für die inhaltliche und technische Ausgestaltung verantwortlich.

Anmeldungen und Rückfragen bitte an:

Ann-Kathrin Lindner

Freie Universität Berlin
Forschungsforum Öffentliche Sicherheit
Takustr. 9
14195 Berlin
Tel +49 30 838 62914
ann-kathrin.lindner@fu-berlin.de