Resilienz verstehen, Sicherheit gestalten: Neue Perspektiven aus der Hochschullehre
Anfang Dezember haben die USA eine neue Nationale Sicherheitsstrategie veröffentlicht, deren Darstellung des transatlantischen Verhältnisses nicht nur die geopolitische Lage, sondern auch das europäische Sicherheitsempfinden und die deutschen wie europäischen sicherheitspolitischen Entscheidungen beeinflusst. Nicht zuletzt wird damit ein weiteres Neudenken der Verbindungen zwischen ziviler Sicherheit, Zivilschutz und zukünftigen möglichen Kriegsszenarien angestoßen. Solche Debatten und Diskurse beschäftigen das Forschungsforum Öffentliche Sicherheit auch im Bildungskontext.
News vom 03.12.2025
Am 1. Dezember führte Dr. Naomi Shulman Studierende des Masters „Kultur der technisch-wissenschaftlichen Welt“ in die Bedeutung der gesellschaftlichen Resilienz als Leitkonzept der zivilen Sicherheitsforschung und der Sicherheitspolitik ein. Dabei ging es um die Potenziale der kritischen inter- und transdisziplinären Auseinandersetzung mit Resilienzdiskursen und ihrer Bedeutung für unser Verständnis einer wandelbaren Sicherheitskultur.
Im Vordergrund stand die Frage, wie gesellschaftliche Resilienz als Voraussetzung für den Umgang mit Kriegsszenarien verhandelt wird – weil Resilienz als systemische, zukunftsoffene und vernetzende Fähigkeit gilt und auf der Grundlage von Wissen und Vorbereitung Entscheidungs- und Handlungsspielräume eröffnet. Interdisziplinäre Studiengänge wie der Master KTW bilden wichtige Querschnittskompetenzen aus und fördern holistische Problemlösung. Von diesem Ansatz profitiert auch die Sicherheitsforschung schon von Anfang an, und das Forschungsforum Öffentliche Sicherheit entwickelt mit den unterschiedlichen Bildungs- und Wissenstransferformaten den Dialog über disziplinäre Grenzen hinweg beständig weiter.

