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Online-Präsentation der Arbeitsergebnisse im Projekt Technisierung der Sicherheit

Präsentation im Zukunftslabor Sicherheit

Präsentation im Zukunftslabor Sicherheit

Am 07. Dezember stellten Lars Gerhold und Hagen Tischer von der AG Interdisziplinäre Scherheit gemeinsam mit Prof. Dr.-Ing. Jochen Schiller und Prof. Dr.-Ing. Volker Roth die Arbeitsergebnisse des Projekts Technisierung der Sicherheit im projektübergreifenden Kolloquium zum Ideenwettbewerb „Friedens- und Konfliktforschung“ vor und diskutierten diese mit den Teilnehmenden.

News vom 08.12.2020

Nach einer kurzen Vorstellung des Zukunftslabors Sicherheit und dessen Zielsetzung ging Prof. Gerhold im weiteren Verlauf auf die Technisierung der Sicherheit im polizeilichen und nicht-polizeilichen Bevölkerungsschutz ein. Er warf die Fragen auf, wie Maschinen in die Kommunikation und Entscheidungen eingebunden werden und welche Möglichkeiten bzw. welche potenziellen Gefahren sowie nicht-intendierten Nebenfolgen aus dieser Digitalisierung entstehen? Thematisiert wurde dies exemplarisch anhand technischer Herangehensweisen im Kontext von maschineller Gesichtserkennung sowie der vorausschauenden Polizeiarbeit (Predictive Policing). Es wurden sowohl theoretische als auch praktische Perspektiven beleuchtet und kritisch hinterfragt. Mittels interaktiver Exponate konnte veranschaulicht werden, dass aktuelle Gesichtserkennungssysteme beispielsweise große Schwächen bei der Identifizierung von dunkelhäutigen Menschen oder weiblichen Personen haben.

Die Diskussionsbeiträge der Kolloquiumsteilnehmer im Nachgang der Präsentationen streiften mögliche Perspektiven bei der Bewertung neuer Technologien. Unter anderem wurden Theorien zu technological neo-colonialism, der digitalen Souveränität staatlicher Akteure bis hin zu postkolonialen, poststrukturalistischen und feministischen Perspektiven aus der Friedens- und Konfliktforschung vorgeschlagen.

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